06.08. - 08.08.: Von Edmonton in die Mitte von Nirgendwo ;-)

HA! Kostenloser Internetzugang, wenn auch etwas langsam (und USB-Anschluss habe ich nicht entdeckt, aber ich schaue nachher nochmal genauer).pake

Tag 24: Der Tag des Heritage Festivals! Um ca. 11 Uhr ging es los… durch sonderbare Umstaende bin ich genau an der richtigen Stelle umgestiegen und dann im Park angekommen, ohne mich zu verlaufen.. wow ;-) .

Jedenfalls ist das Heritage Festival dafuer da, den Menschen die Vielfalt bzgl. der Einwohner von Kanada zu zeigen, d.h. alle moeglichen Laender haben ihre Zelte in denen man “typische” Sachen des jeweiligen Landes kaufen und sich informieren kann. Daneben gibt es bei fast jedem Land einen Essensstand, mit typischem Essen und eine Buehne fuer einzelne Praesentationen.

Erstaunlicherweise hat es dann 3 1/2 Stunden gedauert, bis ich jedes Zelt abgehakt hatte. Dabei habe ich dann tuerkisch und ungarisch gegessen und seltsame Taenze bestaunt.

Nicht zu vergessen: das deutsche (blau-weisse - ganz im Zeichen von.. Bay….Deutschland) Zelt… hatte irgendwie bis auf Essen fast gar nichts zu bieten, war trotzdem riesig und auf der Buehne wurde einem dann mit Quetschkomodengedudel und wunderschoenen Trachten gezeigt, was deutsche Kultur so an sich hat ;-) . Zu Essen gab es natuerlich auch nur das Beste: Sauerkraut, Bratwurst, …

Am Nachmittag bin ich ein wenig durch das Jugendherbergsviertel geschlendert, habe mir Laeden angeschaut, war im Starbucks lesen (ja.. boese.. Starbucks :-( ) und habe danach ein neues Hobby angefangen: alle Stromkaesten in der Gegend zu fotographieren, weil sie alle so schoen bemalt sind ;-) . Mich hat sicher niemand fuer bescheuert gehalten.

In der Jugendherberge habe ich schliesslich Postkarten geschrieben, mich mit den dort ansaessigen unterhalten, gepackt und bei Pizza Hut eine Pizza bestellt - so viel zum Thema Fast Food. Danach mit Kaffee gelesen (High Fidelity von Nick Hornby) und zu Ende gepackt bis 23 Uhr.

Tag 25: Bis 11 Uhr musste ich mich ausgecheckt haben, daher habe ich mich (nachdem ich mein Gepaeck eingeschlossen habe) dann schon auf den Weg zum Muttart Conservatory gemacht: 4 Gewaechshauspyramiden mit jeweils unterschiedlichem Klima, daher unterschiedlichen Pflanzen. Fuer autolose Menschen wie mich, ist der Weg dahin dann mehr oder weniger ein langer Spaziergang geworden (liegt nicht gerade gut angebunden an oeffentliche Verkehrsmittel), allerdings habe ich dadurch die Wanderwege am Fluss entdeckt - man denkt gar nicht, dass man mitten in einer Grossstadt ist - und hatte dadurch dann sogar mal wieder Natur um mich herum.

Im Conservatory habe ich schliesslich bis Mittags alles bestaunt und bin anschliessend (in immernoch bestem Sonnenscheinwetter) wieder zurueck gelaufen und schon war es ca. 16 Uhr, als ich in der Jugendherberge angekommen bin.

Dort war dann auch mal wieder Chris zu sehen & wir haben den Rest des Nachmittages zusammen verbracht harhar ;-) . Um Hunger zu bekaempfen, habe ich bei Subway zu Abend gegessen, bin danach noch zu Chapters (Buchladen) und habe mir fuer die weitere Reise von Magret Atwood “The Handmaid’s Tale” gekauft :-) .

Da ich in der Jugendherberge dann mit Brianne aus Toronto und ihrem Freund aus Schottland in Kontakt gekommen bin, musste ich dann um 23 Uhr nicht alleine ein Taxi zur Greyhound Station bezahlen, somit also kostenguenstiger. Ausserdem weiss ich jetzt auch ein wenig mehr ueber Vancouver und Toronto, vielleicht helfen mir ja die paar Informationen. Nach ein paar Verabschiedungen ging es dann also weiter mit der Reise!

Der Bus nach Enterprise kam ein wenig verspaetet und war bis auf den letzten Sitz besetzt (ich habe mir einen Fensterplatz erkaempft) - viel von den ersten Busstunden bis Peace River habe ich nicht mitbekommen. Allerdings sind bis zum Vormittag die meisten Leute schon ausgestiegen, sodass ich dann fuer den Rest des Tages viel Platz hatte.

Unterhalten wurde man sogar mit recht aktuellen Filmen und irgendwie war es gar nicht so ungemuetlich den ganzen Tag im Bus vor sich hin zu duempeln ;-) .

Gegen halb vier sind wir in Enterprise angekommen (wir ca. 8 Yellowknife-Reisende) und ich wurde von einem Vancouver-Island-Einwohner, dessen Englisch schlechter war als meines (HA! ;-) ) zum Essen eingeladen.

Eine Stunde spaeter kam dann der Anschlussbus und innerhalb der Northwest Terretories habe ich dann sogar Fuechse, einen die Strasse ueberquerenden Schwarzbaeren, ein Reh und eine Bisonherde sehen duerfen. Allerdings ohne wirklich gute Fotos, leider!

Ganz im Norden war es dann auch nicht mehr so bewoelkt wie auf dem Rest der Fahrt, sodass die Landschaft gleich viel farbenfroher wirkte und ich weniger auf den Fernseher als auf das Fenster geachtet habe ;-) .

Muede von allem habe ich dann gegen 22:45 Uhr ein Taxi bestellt, dass mich dann in dem Embleton House abgesetzt hat. Da der Bus ein wenig frueher angekommen ist, als geplant, habe ich meine Hosts leider verpasst, die mich ueberraschungsmaessig abholen gekommen sind. Schicksal!

Hier habe ich dann ziemlich lange und ziemlich gut geschlafen und befinde mich nun also in Yellowknife :-) . Mehr dazu spaeter!

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