27.07. - 29.07.

Muskelkatergeplagt versuche ich - tapfer wie ich bin - die vergangenen 3 Tage zusammenzufassen :-) .

Tag 14: Um 12:01 hat Judith angerufen und es bis 14:15 mit mir ausgehalten - schoen mal wieder “nach Hause zu telefonieren”.

Nachmittags war ich mit Gisele Lebensmitteleinkaufen und danach mit Pizza machen (OBWOHL NICHT FREiTAG GEWESEN IST) beschaeftigt. Essen konnte ich sie allerdings nicht, denn gegen 18 Uhr hat mich Kasandra abgeholt - mit ihrem Auto namens Penny - und weiter ging es zum East Side Mario (mit Live-Musik), wo wir auf Felicia gestossen sind, die angeblich trotz 42 Grad Fieber gekommen ist. Beide haben seit ich sie das letzte mal gesehen habe, ziemlich zugenommen.. scheint hier wohl nicht so selten zu sein. Wie dem auch sei, Kasandra studiert jetzt schon 2 Jahre lang Englisch, Women studies und Writing - ihren Angaben nach, kommt sie damit zwar wahrscheinlich nicht weit, aber es sei eben das, was sie machen wolle. Felicia dagegen wird bald mit einer Waffe herumlaufen (als Cop) und ihr Kommentar dazu war: “Ich schiesse nur, wenn der andere zurueck schiesst” - wie beruhigend ;-) . Naja, so hat sie das zwar nicht gemeint, aber.. WER WEISS ;-) . Wirklich erschreckend war allerdings, zu erfahren, wie teuer die Uni wirklich ist und wie verschuldet die beiden sind, nur deshalb. Kein Wunder, dass so viele im Sommer einen Ganztagsjob haben.. Kas meinte, ihre Uni sei die billigste und wuerde 5.000 Dollar pro Jahr kosten. Uff..

Nachdem ich auch dort nicht auf die Pizza verzichten wollte, ging es ab in die Mall, allerdings nur mit Kasandra, weil Felicia kurzfristig nach Hause fahren musste, da irgendetwas mit deren Boot passiert ist. Kasandra und ich haben dann wohl wirklich jeden Laden durchstoebert (waehrenddessen habe ich Gisele, Alex und Steph getroffen… Thunder Bay ist ein Dorf). Schliesslich sind wir im Star Bucks gelandet - wieder mit Felicia - allerings sassen wir die meiste Zeit dann davor, weil Starbucks schon um 21 Uhr schliesst.

Ca. 20 Meter von uns entfernt standen 3 Gestalten, der junge Mann davon, mitten auf der Strasse und war wohl so in sein Gespraech vertieft, dass er das langsam anfahrende Auto hinter ihm einfach ignoriert hat. Dies wiederum fanden Kas und Felicia sehr unterhaltend. Als dann allerdings die beiden weiblichen Gestalten an uns vorbei gelaufen sind, habe ich da erst erkannt, dass die eine davon Emily (mit der ich im Drama Unterricht relativ viel zu tun hatte, mehr allerdings auch nicht) war. Lustig.. sie laeuft an uns vorbei, schaut uns halbherzig an und dann ZACK grosse Augen auf mich gerichtet. Allerdings muss ich zu meiner Verteidigung (sie nicht vorher erkannt zu haben) sagen, dass sie vor 2 Jahren mittel-lange blonde Haare hatte und jetzt ganz kurze dunkle. Jedenfalls schoen, sie mal wieder gesehen, bzw. umarmt und ein paar Informationen ausgetauscht zu haben. Verabschiedet haben wir uns nach dem Motto “vielleicht sieht man sich ja mal wieder zufaellig irgendwann.. irgendwo” WER WEISS ;-) .

Schliesslich hat mich Kasandra nach Hause gefahren, waehrend der Fahrt habe ich gelernt, dass A, W, X und Z keine guten Buchstaben sind, F und C allerdings schon u.v.m.

Bevor ich schlafen gegangen bin, habe ich mit Alex und Gisele den zweiten Teil des wunderbar interessanten Filmes “Princess Diaries” oder so, geschaut.. dieses mal sogar ganz!

Tag 15: An diesem Tag bin ich tatsaechlich mal um 9 Uhr aufgestanden, war bei der Post (49 Briefmarken fuer ACHTUNDSIEBZIG DOLLAR!!!), habe die ersten Postkarten verschickt und war mittags mit Gisele in einer kleinen Mall hier in der Naehe. Den Rest des Tages ueber habe ich dann die Pizza vom Vortag gegessen und Abends sind wir tatsaechlich in X-Men 3 (JA, und….. ICH BIN NICHT EINGESCHLAFEN! Unfassbar…) - im kleinen Cumberlandkino, kostenlos, denn Alex Ex-Arbeitsgeber scheint wohl nicht vergessen zu haben, dass es fuer die Thibodeaus Tradition ist, in dieses Kino kostenlos gehen zu koennen ;-) . Zum Film kann ich nur sagen: das beste daran war die unbesiegbare Hose von Wolverine - irgendwann gegen Ende naemlich, stosst dieser auf die boese Zerstoererin des Filmes, die gerade dabei ist, alles zu verbrennen, was ihr zu Nahe komme… und Wolverine.. tapfer wie er ist, geht immer weiter auf sie zu und waehrend sein Hemd verbrennt, und sogar schon Fleischwunden sichtbar werden, passiert der tollen schwarzen Lederhose GAR NICHTS! WOW! WER HAETTE DAS GEDACHT ;-) . So viel dazu…

Tag 16: Um sieben Uhr bin ich tatsaechlich aufgestanden, habe meine Sachen gepackt (Lunch fuer den Tag: Bananen und Tunfischsandwiches) und war um viertel vor Acht schon fertig mit allem, sodass ich noch ein wenig mit Bailey spazieren gehen konnte bis mich gegen 8:15 Uhr Brad & T.J. abgeholt haben. Auf der Fahrt zum Sleeping Giant, habe ich mir gewuenscht einen Baeren sehen zu koennen, das erste was uns begegnet ist war allerdings auch schoen anzusehen: ein sog. Porcupine (Stacheltier oder so) - leider extrem fotoscheu und daher kein Foto von dem Tier. Wenig spaeter kreuzte ein schwarzer Fuchs mit weissem Schwanz die Strasse, mehr oder weniger habe ich ihn noch mit dem Foto erwischt… DANN allerdings, Brad stoppt den Truck “ein BAER”: und tatsaechlich, im Gebuesch gut sichtbar, ein Schwarzbaer… Brad oeffnet die Fahrertuer und wirft mit Cornyriegeln nach ihm, um den Baeren naeher an das Auto zu locken und nett wie der Baer war, hat er genau das getan, sodass ich, wenn auch teilweise verwackelt, doch relativ viele Fotos von ihm machen durfte… hach.. Schwarzbaeren :-) . Das war uebrigens ungefaehr an der Stelle, wo ich mit euch (Mama & Papa) vor 2 Jahren auch schon die Baeren gesehen habe, nur dieses mal eben 2 Meter vom Auto entfernt. Im Gebuesch war auch noch ein anderer, aber der wollte wohl nicht rauskommen. Naja, irgendwann sind wir dann doch weitergefahren… schwub, auf der linken Seite ein Reh! Brad faehrt zurueck und versucht ein gutes Foto von dem Reh zu bekommen - das Reh wollte allerdings lieber grasen und somit haben wir dem Tier zugerufen bis es endlich mal den Kopf eine Weile oben hatte.

Nach dieser schon sehr ereignisreichen Hinfahrt, kamen wir um 9 Uhr zu dem Parkplatz (wieder Dejavue, der selbe von vor 2 Jahren) und sind mit unseren - etwas aelteren - Bikes losgeduest (nachdem mein Sattel verstellt wurde). Ach ja, 2 andere “Biker” haben Brad auf dem Parkplatz noch gefragt, ob es stimmte, dass es hier ein Baerenproblem gaebe.. Brad meinte dazu nur, dass diese eigentlich nur gefaehrlich werden, wenn sie nichts zu Essen haben und das sei hoechstens im Fruehjahr oder bei ertragslosen Sommern, allerdings waere dieser Sommer nicht gefaehrlich. Ausserdem hatte Brad kurz vor der Abfahrt mit den Raedern bemerkt, dass der Autoschluessel noch im abgeschlossenen Auto steckte, da er allerdings immer das Fenster einen Spalt weit offen laesst, hat er einfach eine seltsame Seilkonstruktion mit Haken aus der Kiste auf der Ladeflaeche geholt und SCHWUBS war die Tuer offen. Er meinte danach “Frag nicht, woher ich das gelernt habe”… ah.. ja!

Danach sind wir also durch die Waelder geradelt - meistens auf steinigem Boden, d.h. ich weiss wieso ich an Fingern und Handgelenken besonders viel Muskelkater habe: man verkrampft sich dann doch sehr am Lenker, wenn man staendig damit rechnet, hinzufallen. Nach anfaenglichen Schwierigkeiten mit der Gangschaltung und der Gewoehnung an “Hilfe, kein Ruecktritt”, hat das Fahren sehr viel Spass gemacht, da jedoch keiner von uns eine Armbanduhr dabei hatte, kann ich nicht sagen, wann wir zu der Stelle kamen, an der wir unsere Bikes an den naechstbesten Baum gekettet haben und losgewandert sind. Es war uebrigens mal wieder ein sonniger Tag, nur morgends noch bewoelkt. Somit wurde das “den Berg hochwandern” zumindest am Anfang zu einer kleinen Tortur, wenn ich dann auch feststellen musste, dass der SleepingGiant-Gipfel gar nicht so hoch war, wie er mir vorgekommen ist - war durch das Mountainbiking und meiner Ungeuebtheit trotzdem anstrengend genug.

Oben angekommen war die Aussicht dafuer traumhaft! Und auch auf der anderen Seite - in Richtung Thunder Bay - konnte man eine sehr schoene Sicht geniessen. Nachdem ich mein Tunfischsandwich gegessen habe, T.J. fertig mit “Steine die Felsklippe neben uns hinunterwerfen und die Sekunden bis zum Aufprall zaehlen” war, sind wir wieder zurueck zu den Raedern. Dort wollten wir (Dank meinem Gebettel) den Rundweg um den Sleeping Giant vervollstaendigen, mussten allerdings bald aufgeben, da der Weg wirklich nicht fuer uns gemacht wurde und es ein einziges Geschiebe war, bis wir schliesslich umgedreht sind.

Ach ja, zwischendurch sind wir immer wieder an das Seeufer und haben nach Silber gesucht, komische Steinmaennchen gebaut, oder - zumindest ich - den Kopf in das schoen kuehle Wasser getaucht.

Um ca. 15:30 (Ha, ich war die einzige, die die Uhrzeit richtig geschaetzt hatte, die anderen dachten, es waere noch nicht so spaet) kamen wir am Auto an, haben den Rest, den wir noch hatten, gegessen und sind danach zu einem Ex-Arbeitskollegen von Brad (da Brads Arbeitsstelle dicht gemacht hat, ist Brad zu seinem Sommerurlaub sozusagen arbeitslos, will aber mit einer neuen Arbeit erst in ein paar Wochen Ferien beginnen, bzw. danach suchen), also seinem Sommerhaus auf der Halbinsel, gefahren. Dort dann eine kurze Rast mit Cookies und Getraenken und Fuehrung durch das 1912 erbaute Haus bis 16 Uhr.

Danach Heimfahrt in der ich die ganze Zeit im Halbschlaf, fertig von dem kleinen “Abenteuer” vor mich hingedoest habe.

Abends habe ich dann nichts mehr gemacht, ausser halbtot auf dem Sofa zu liegen und Fernseh zu schauen (dieser Hexenfilm mit Nicole Kidman und Sandra Bullock). Tja, das war es auch schon :-)

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